23. ‒ 27. Februar 2026
Liebe Freunde der Ukraine,
in dieser Woche jährte sich der russische Überfall auf den friedlichen Nachbarn zum vierten Mal. In der Ukraine hat sich seitdem einiges verändert. Vor allem die Technik für die Landesverteidigung und die zugehörigen Unternehmen haben sich massiv entwickelt. Die Ukraine ist zu einem Silicion Valley der Wehrtechnik geworden. Alle maßgeblichen westlichen Unternehmen sind vor Ort, entwickeln mit und für die Ukraine im Land. Denn wer in Defence eine Rolle spielen will, muss an das wichtigste und größte Testlabor heran. Das hilft dem Westen und der Ukraine, und auch deshalb kann sich die Ukraine immer besser verteidigen.
Zum Jahrestag erschien auch der neue Weltbank-Bericht zu den Kriegsschäden. Die gesamten direkten Schäden liegen jetzt bei 165 Milliarden Euro. Die sozioökonomischen Verluste fürs Land liegen mittlerweile bei 500 Milliarden Euro, dem Dreifachen der Wirtschaftsleistung von 2025. Laut Bericht finden sich 74 Prozent der Schäden in den Sektoren Wohnungen, Verkehr, Energie und Handel/Industrie. Wir verlinken hier auf den Bericht.
Wie geht es weiter? Der Aggressor kann weder gewinnen noch aufhören. Fürs Gewinnen ist die russische Armee zu korrupt und unorganisiert, fürs Aufhören sind die bisherigen Kosten zu hoch und die Gewinne zu gering gewesen. Der Krieg wird deshalb kurzfristig nicht enden.
Der Wirtschaft schadet das zwar, aber alles in allem bleibt sie resilient. Für 2026 erwarten wir 2,5 Prozent Wachstum. Dementsprechend bleibt die Ukraine als Markt interessant, nicht nur für die Wehrtechnik.
Viele Grüße
P.S.: Feedback gerne an nataliia.hryshchenko@ukraine.ahk.de und / oder reiner.perau@ukraine.ahk.de.
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