2. ‒ 6. März 2026
Liebe Freunde der Ukraine,
der Krieg im Iran gehörte auch in Kyjiw in dieser Woche zu den wichtigsten Gesprächsstoffen. Die Ukrainer befürchten, dass bei einem langen Krieg weniger Patriotraketen für die Verteidigung gegen russische Angriffe zur Verfügung stehen. Auch langfristig hohe Ölpreise würden dem Aggressor nutzen. Deswegen hoffen die Ukrainer, dass der amerikanisch-israelische Krieg gegen den Iran schnell zu Ende geht.
Ein weiteres Thema waren Finanzen. Der Internationale Währungsfonds hat eine Verlängerung der Erweiterten Fondsfaszilität (EEF) beschlossen. An das Geld knüpfen sich Bedingungen und weitere Reformen bei Steuern und Energie, Verwaltung und Korruptionsbekämpfung. Der Ansatz ist richtig. Die Ukraine braucht weitere Reformen.
Derweil geben einige ukrainische Agraunternehmen richtig Gas. Die Avesterra Group hat 20 neue Geflügelställe in Wolyn in Betrieb genommen. In den nächsten fünf Jahren will die Gruppe 300 Milliarden Euro in neue Anlagen, Brutmaschinen und Biomethananlagen investieren. Ein weiterer Geflügelkonzern, Pan Kurchak, will eine Biomethananlage mit einer Kapazität von sieben Millionen Liter pro Jahr bauen. Enselco, denen auch Kernel gehört, kauft 550 000 Hektar zu auf einem Markt, auf dem die Preise pro Hektar 15 bis 20 Prozent über denen des Vorjahrs liegen.
Die Beispiele zeigen, dass für die ukrainischen Unternehmen die Kriegssituation das “New Normal” geworden ist und dass die ukrainische Wirtschaft weiter wachsen wird. Entsprechende Chancen gibt es für deutsche Unternehmen.
Viele Grüße aus Kyjiw
P.S.: Feedback gerne an nataliia.hryshchenko@ukraine.ahk.de und / oder reiner.perau@ukraine.ahk.de.
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