8. ‒ 12. Juni 2026
Liebe Freunde der Ukraine,
russland fängt an, nach einem Ausweg aus dem Krieg zu suchen. Das zeigt unter Anderem der Besuch von Roman Abramowitsch in Kyjiw. Die russische Wirtschaft leidet, die Unzufriedenheit wächst und weder russlands Armee noch seine Rüstungsindustrie kann mit der Ukraine mithalten. Und der Vorsprung dürfte wachsen. Das heißt wahrscheinlich nicht, dass der Krieg kurzfristig aufhört. Wir raten aber dazu, die Pläne für den Tag 1 nach dem Krieg mal wieder zu aktualisieren.
Der ukrainischen Regierung ist diese Woche aufgefallen, dass der Straßenverkehr für die Zivilbevölkerung gefährlicher ist als der Krieg. Auslöser waren mehrere schlimme Unfälle. 8 Euro Geldbuße für 50 Kilometer überm Limit veranlassen ukrainische Kraftfahrer halt nicht zu moderater Fahrt. Von daher unterstützen wir die angekündigten Bestrebungen der Regierung, die Bürger zu langsamerer Fortbewegung zu zwingen. Der volkswirtschaftliche Gewinn dürfte bedeutend sein, wenn es gelänge, die tägliche Quote von 9 Verkehrstoten pro Tag nach unten zu korrigieren.
Die ukrainischen Rüstungsunternehmen sind derweil immer unzufriedener mit der Regierung. Die tut sich weiter schwer mit der Genehmigung von Rüstungsexporten. Branchen-Insider sagen, dass die Ukraine Chancen verspielt, wenn sie zu lange zögert. Die ukrainischen Unternehmen sind zwar in vielen Bereichen technisch vorne. Zur Wiederaufrüstung genötigte Regierungen auf der ganzen Welt könnten trotzdem zweit- oder drittbeste Produkte kaufen, wenn sie an die ukrainischen nicht herankommen.
Dieses und andere Themen wollen wir bei der Sicherheits- und Verteidigungskonferenz am 15. Oktober in Kyjiw behandeln. Hier wollen wir auch deutsche mit ukrainischen Herstellern zusammenbringen. Bald melden wir uns mit einem konkreten Programm.
Wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende.
Viele Grüße
P.S.: Feedback gerne an nataliia.hryshchenko@ukraine.ahk.de und / oder reiner.perau@ukraine.ahk.de.
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