3. ‒ 7. August 2026
Liebe Freunde der Ukraine,
russland hat dieser Tage die Warenlager von Bosch, Liqui Moly und Puma in Schutt und Asche gelegt. Auch in den Wochen zuvor kamen deutsche Unternehmen zu Schaden. Für die Unternehmen – ob ausländische oder ukrainische – erreicht der Krieg damit eine neue Dimension. Die Nachfrage nach Versicherungen für Warenlager steigt drastisch, auch wenn die Prämien horrend sind. Angesichts der unzureichenden Ausstattung mit Flugabwehr gegen ballistische Raketen, erwarte ich schwierige Monate für Kyjiw.
Auch in dieser Situation geht das Leben in der Ukraine weiter. Dazu müssten eigentlich entschiedene Reformen gehören. Diese braucht die Ukraine für eine wachsende Wirtschaft und um nach dem Krieg auch den Frieden zu gewinnen. Leider werden viele Reformen verschleppt, während die Geldgeber die Ukraine dabei gewähren lassen und es mit den Kreditkonditionen nicht so genau nehmen. Ich schließe mich der Meinung des „Economist“ an, dass die Ukraine den Druck der EU geradezu braucht, um mit Reformen voranzukommen.
In eigener Sache: Ab sofort wird dieses Editorial nur noch einen Autor haben. Meistens wird das der deutsche Geschäftsführer sein, gelegentlich wird seine ukrainische Stellvertreterin schreiben. Darüber hinaus fragen wir unsere Leserinnen und Leser nach Feedback zu diesen Newsletter. Last but not least: Wir haben einen englischsprachigen Newsfeed auf unserer Internetseite integriert. Sie finden dort Nachrichten unseres Partners Kyiv Independent, der wichtigsten englischsprachigen Newsinternetseite des Landes. Mit einem Blick auf unsere Internetseite finden Sie also immer die aktuellsten Nachrichten aus der Ukraine.
Viele Grüße
P.S.: Feedback gerne an nataliia.hryshchenko@ukraine.ahk.de und / oder reiner.perau@ukraine.ahk.de.
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