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Umfrage zu den Erfahrungen mit dem öffentlichen Beschaffungswesen in der Ukraine

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Die AHK Ukraine hat in Zusammenarbeit mit dem Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V. eine Umfrage

Market Update

Die AHK Ukraine hat in Zusammenarbeit mit dem Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V. eine Umfrage unter Unternehmen zu deren Erfahrungen mit der Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen durchgeführt, die von internationalen Finanzinstitutionen, staatlichen und zwischenstaatlichen Organisationen in der Ukraine organisiert werden. 

 

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass das Interesse an öffentlichen Vergabeverfahren in der Ukraine weiterhin hoch ist. 63 % der Befragten verfügen bereits über Erfahrungen mit der Teilnahme an Ausschreibungen. Davon bewerten 47 % ihre Teilnahme als erfolgreich, 22 % als nicht erfolgreich, während 31 % angeben, dass es ihnen zwar gelingt, Angebote einzureichen, sie jedoch keine Ausschreibungen gewinnen

 

Diese Ergebnisse verdeutlichen, dass Unternehmen grundsätzlich in der Lage sind, sich an Vergabeverfahren zu beteiligen, ihre Erfolgschancen jedoch häufig durch starken Wettbewerb und verfahrensbezogene Herausforderungen begrenzt werden. 

 

Die Befragten identifizierten mehrere zentrale Herausforderungen und Hindernisse in den Ausschreibungsverfahren: 

  • die Dominanz des Preises als zentrales Zuschlagskriterium 
  • komplexe und umfangreiche Ausschreibungsunterlagen 
  • zu kurze Fristen für die Angebotsvorbereitung 
  • hohe administrative und qualifikationsbezogene Anforderungen 
  • unzureichende Transparenz der Verfahren sowie lange Entscheidungs- und Vertragsabschlussprozesse 

 

Darüber hinaus wiesen Unternehmen auf praktische Probleme hin, darunter mangelndes Feedback für Bieter, unklare oder auf bestimmte Hersteller bzw. Anbieter zugeschnittene Anforderungen in den Ausschreibungsunterlagen, fehlende Ansprechpartner für Rückfragen sowie das häufige Fehlen von Übersetzungen der Ausschreibungsunterlagen. 

Empfehlungen der Wirtschaft 
Die Umfrageteilnehmer betonten insbesondere die Notwendigkeit: 
  • ausgewogenere Bewertungskriterien einzuführen, die neben dem Preis auch Qualität, Technologie und Servicelevel berücksichtigen 
  • die Transparenz der Verfahren zu erhöhen und Bietern Feedback zu geben 
  • Ausschreibungsunterlagen und Verfahren zu vereinfachen sowie ausreichende Fristen für die Angebotsvorbereitung vorzusehen 
  • eine weitere Angleichung an EU-Standards und internationale Vergabepraxis sicherzustellen 

 

Trotz der genannten Herausforderungen bleibt das Interesse der Unternehmen an der Teilnahme an Ausschreibungen in der Ukraine hoch. Angesichts der anstehenden Wiederaufbauprojekte und der wachsenden Zusammenarbeit mit internationalen Finanzinstitutionen werden öffentliche Vergabeverfahren auch künftig ein wichtiger Mechanismus für die Beteiligung internationaler Unternehmen sein.

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