„Investitionsklima ist unsere Priorität“, - Wolodymyr Selenskyj beim Treffen mit deutschen kleineren und mittleren Unternehmen

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In Berlin traf sich der Präsident der Ukraine Wolodymyr Selenskyj mit Vertretern der kleineren und mittleren Unternehmen aus Deutschland, so der Pressedienst des Präsidialamtes.

Zum Treffen kamen die Unternehmen zusammen, deren Gesamtportfolio sich auf 220 Milliarden Euro beläuft. „Das ist mehr als 2 BIPs der Ukraine, und das sind ca. 450 Tausend Arbeitsplätze“, - berichtete der Präsident der Deutsch-Ukrainischen Industrie- und Handelskammer Andreas Lier.

Die Vertreter der Wirtschaft erklärten, dass sie auf die weitere Entwicklung der Zusammenarbeit hoffen. Notwendig dafür seien aber die Verbesserung des Investitionsklimas und die Implementierung der europäischen Standards in der Ukraine.

„Das Investitionsklima ist unsere Priorität. Ich verstehe, was ausländische Unternehmen befürchten: unsere Rechtsschutzbehörden, die Unternehmer unter Druck setzen, sowie unsere Gerichte, die sie nicht schützen“, - unterstrich der Präsident der Ukraine.

Der Staatschef betonte, wie wichtig es sei, den Druck der Rechtsschutzorgane zu beseitigen, weil sonst die Wirtschaftsentwicklung der Ukraine unmöglich sei.„Ich als Präsident werde Ihnen die Unabhängigkeit der Investitionen garantieren, ich werde Ihnen garantieren, dass niemand Sie unter Druck setzt. Wir wollen ein europäisches Land sein“, - ergänzte Wolodymyr Selensky.

Er habe vor, Unabhängigkeit der Gerichte und der rechtsschützenden Behörden zu sichern, einen „elektronischen Zoll“ aufzubauen und Schmuggel zu bekämpfen.

„Wir haben ein großes Innovationspaket. Das ist unser Projekt „Staat im Smartphone“, das den bürokratischen Druck auf die Bevölkerung reduzieren soll. Genau das Präsidialamt erneuert den Investitionsbeirat. Wir möchten seine Sitzungen zweimal pro Jahr durchführen. Und wir laden Sie dazu auch ein. Je mehr Vertreter der internationalen Wirtschaft wir in diesem Investitionsbeirat haben, desto transparenter wird er sein“, - erwähnte der Präsident.

Der Staatschef bestätigte auch die Bereitschaft der Ukraine mit dem IWF, der Weltbank und EBRD zusammenzuarbeiten.„Wir nehmen die Verhandlungen mit dem IWF auf, werden ein neues Programm schon im Juli vorbereiten. Den Staatsbankrott erklären wir nicht. Als Präsident nehme ich keinen Einfluss auf die Gerichte oder auf das Banksystem“, - unterstrich Wolodymyr Selenskyj.

Die Teilnehmer des Treffens diskutierten die Kooperation mit Unternehmen in solchen Branchen wie Landwirtschaft, Nahrungs- und Bauindustrie, Automobilbau etc. Der Präsident wies auf die Notwenigkeit hin, lokale Wirtschaft zu entwickeln, um Arbeitsplätze vor Ort zu schaffen. Er versprach auch, die Lösung der alten bürokratischen Probleme zu unterstützen.Darüber hinaus wurden die Exportmöglichkeiten der Ukraine und Änderung der Gesetze, die im Widerspruch zum Assoziierungsabkommen zwischen der EU und der Ukraine stehen, besprochen.


Das Treffen wurde von der Deutsch-Ukrainischen Industrie- und Handelskammer zusammen mit der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), dem Ost-Ausschuss – Osteuropaverein der Deutschen Wirtschaft (OAOEV) und der Botschaft der Ukraine in Deutschland organisiert.

 
(с) Pressedienst des Präsidialamtes der Ukraine 

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