Streik an polnischer Grenze: LKW sollen Ausweichrouten benutzen

29.01.08 Grenzverkehr

Auch Bahnverkehr betroffen – Polnische LKW-Fahrer drohen mit massiver Blockade

 

Wegen des Streiks an der polnischen Grenze sollen Spediteure und LKW-Fahrer auf andere Routen ausweichen, rät die ukrainische Zollbehörde. „Wir empfehlen, Ausweichrouten über die Slowakei oder Ungarn zu benutzen“, sagte Direktor Sergej Semka der ukrainischen Nachrichtenagentur „UNIAN“. Falls die Lieferverträge es erlaubten, sollten Gütertransporte in Richtung Polen verschoben werden, fügte Semka hinzu. Die Situation an der polnisch-ukrainischen Grenze habe sich nicht verbessert, sie sei teilweise sogar schlimmer geworden, sagte er.

An den polnisch-ukrainischen Grenzübergängen ist der LKW-Verkehr zum erliegen gekommen. Nach Angaben der polnischen LKW-Fahrer-Gewerkschaft (ZMPD) würden auf der polnischen Seite über 3000 LKW-Fahrer darauf warten, die Grenze zur Ukraine passieren zu können. Auf der ukrainischen Seite stünden etwa 400 Fahrzeuge im Stau. Lange LKW-Schlangen hätten sich  nicht nur am Grenzübergang „Dorohusk-Jagodin“gebildet, sondern auch an einer Vielzahl anderer Übergänge, teilte die ukrainische Zollbehörde mit.

Polnische Zollbeamte haben ihren Streik inzwischen auf den Bahnverkehr ausgeweitet. An der Grenze zu Polen würden bereits 1500 Güterwaggons feststecken, teilte ein Sprecher der Lemberger Eisenbahn mit. Es sei zu erwarten, dass die Güterabfertigung an den Grenzübergängen „Medika, Werchata und Isow“ eingestellt werde. Passagierzüge seien von den Streiks aber nicht betroffen, betonte Sergej Semka, Direktor der ukrainischen Zollbehörde.

Möglicherweise droht in Polen ein massives Verkehrschaos. Die polnische LKW-Fahrer-Gewerkschaft soll angekündigt haben, alle Straßen Richtung Osten und in Warschau zu blockieren, falls sich die Situation an den Grenzen nicht verbessert. Das berichtete der polnische Nachrichtensender TVN24.

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