Praktiker will vom boomenden Wachstumsmarkt in der Ukraine profitieren

12.12.07 Unternehmen und M

Die saarländische Baumarktkette „Praktiker“ will den ukrainischen Markt erobern. Drei bis fünf Baumärkte pro Jahr plant das Unternehmen in der Ukraine zu errichten.

 

Die erste Filiale steht bereits: Anfang Dezember hat in der Millionenstadt Donezk ein Heimwerkermarkt mit einer Verkaufsfläche von 8400 Quadratmetern seine Tore geöffnet. In Kiew und Lemberg sollen 2008 weitere Filialen folgen. In Lemberg habe der Bau bereits begonnen, in Kiew stehe man kurz vor dem Start, teilte das Unternehmen mit.

„Praktiker“ ist der erste ausländische Heimwerkermarkt aus dem Do-it-Yourself-Bereich in der Ukraine.  „Umso größer sind unsere Marktchancen in diesem zweitgrößten Land Europas“, sagt Michael Arnold, verantwortlicher Konzernvorstand für Osteuropa.
11, 5 Millionen Euro hat die Baumarktkette nach eigenen Angaben in die Donezker Filiale investiert und 120 Mitarbeiter eingestellt. Im Jahr 2010 will das Unternehmen in der Ukraine einen Umsatz von 200 Millionen Euro erwirtschaften.

Nach Berechnungen des Deutschen Industrie- und Handelskammertages wuchs der Einzelhandel in der Ukraine in den ersten neun Monaten dieses Jahres um 17, 1 Prozent. „Seit der orangenen Revolution boomt das Land ohne Ende“, sagt Karin Rau, Delegierte der deutschen Wirtschaft in der Ukraine, dem Handelsblatt. Auf der Liste der beliebtesten Expansionsziele internationaler Handelskonzerne steht die Ukraine auf Platz fünf.