Europäische Union und Ukraine verhandeln über Freihandelszone

19.02.08 Politik

Die Ukraine und die Europäische Union haben am Montag Gespräche über eine Freihandelszone aufgenommen. „Dabei geht es nicht nur um Handel und Investitionsströme“, sagte EU-Außenhandelskommissar Peter Mandelson.

 

„Wir setzen ein Zeichen für eine tiefe Partnerschaft der Ukraine mit der EU“, erklärte er. Ziel der Verhandlungen sei ein „weitreichendes Abkommen“, das Rechtsstandards angleichen und Investitionen erleichtern soll, teilte die EU-Kommission in Brüssel mit.

Viktor Juschtschenko sprach sich dafür aus, auch in der Ukraine so genannte „wirtschaftliche Grundfreiheiten“ einzuführen. Ähnlich wie in der Europäischen Union solle der freie Verkehr von Arbeitskräften, Waren, Kapital und Dienstleistungen erleichtert werden. Die Verhandlungen über die Freihandelszone seien ein erster Schritt in diese Richtung, sagte der ukrainische Präsident.

Die Europäische Union ist der größte Handelspartner der Ukraine. Das Handelsvolumen sei im Jahr 2006 rasant angestiegen, teilte die EU-Kommission mit. Insgesamt passierten Waren im Wert von 26 Milliarden Euro die ukrainische Grenze. Drei Jahre zuvor betrug das Handelsvolumen gerade einmal 230 Millionen Euro. Die Europäische Union steht auch bei den Investitionen an erster Stelle. 2005 haben die EU-Staaten 5,5 Milliarden Dollar in der Ukraine investiert.

Die Verhandlungen über eine Freihandelszone mit der Europäischen Union werden vermutlich zehn bis zwölf Monate dauern, berichtet die ukrainische Nachrichtenagentur „Liga“.

(Mitteilung des Delegiertenbüros)