DIHK veröffentlicht Konjunkturumfrage der IHK-Organisation

22.10.17 Aktuell, AHK Ukraine - News-Hauptkategorie

Der DIHK hat die Ergebnisse der jüngsten Konjunkturumfrage der IHK-Organisation im Rahmen eines Pressegesprächs vorgestellt.

Das Wichtigste in Kürze:

·         Die deutsche Wirtschaft bleibt 2018 auf Erfolgskurs. Die Geschäftslage der Unternehmen ist so gut wie nie zuvor. Die im Frühjahr spürbar gestiegenen Erwartungen haben sich erfüllt. Die Sorgen der Unternehmen um die Nachfrage aus dem Inland sinken. Zudem sind die Beschäftigungspläne nochmals expansiver. Damit dürfte der Konsum auch im nächsten Jahr weiter zulegen. Mit Investitionsabsichten auf Rekordniveau begeben sich die Unternehmen zudem in die Startlöcher für einen investitionsgetriebenen Aufschwung. Die Exporterwartungen verbessern sich ebenfalls. Damit vervollkommnet sich das Konjunkturbild in Deutschland.

·         Der DIHK prognostiziert ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 2,2% für 2018, nach 2,0% im laufenden Jahr (Prognose im Frühsommer: 1,8%). Auch der Beschäftigungsaufbau setzt sich fort. Nach 650.000 Stellen in diesem Jahr (Prognose im Frühsommer: 500.000), rechnen wir für 2018 mit einem ähnlich hohen Plus von 600.000.

·         Wichtig ist nun, dass die neue Bundesregierung den konjunkturellen Schwung nutzt, um strukturell bessere Grundlagen für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu schaffen. Wir brauchen einen Koalitionsvertrag für Investitionen: Investitionen in Bildung, in Infrastruktur sowie in einen größeren Freiraum für Unternehmen. Die bessere Konjunktur vergrößert den ohnehin vorhandenen Spielraum (von etwa 40 Mrd. Euro) für Steuerreformen. Den muss die neue Bundesregierung jetzt erst recht nutzen. Die letzte Reform der Unternehmensbesteuerung liegt fast zehn Jahre zurück. Wir brauchen zudem einen funktionierenden EU-Binnenmarkt und Freihandelsabkommen, die die Märkte für unsere Unternehmen offen halten. Hier braucht es insgesamt klare Signale der Politik. Trotz der guten konjunkturellen Situation, äußern viele Unternehmen die Sorge, wie lange (nach inzwischen Wachstum im achten Jahr) der Aufschwung anhält. Dies gilt umso mehr, da der Strukturwandel und die dynamische Entwicklung der Märkte die Unternehmen (und auch die Gesellschaft insgesamt) immer wieder vor große Herausforderungen stellen. Das zeigen nicht zuletzt aktuelle Medienberichterstattungen.

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Quelle: DIHK e. V.