Wirtschaftsklima

Die ukrainische Volkswirtschaft hat 2012 mit einem Wachstum von 0,2 Prozent nicht die für eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung notwendige Dynamik erreicht. Noch immer leidet die ukrainische Wirtschaft an den Folgen des massiven Einbruchs 2009, als die Wirtschaftsleistung um 15 Prozent zurückging. Das Wachstum wird vor allem vom Export (Metallurgie, Maschinenbau, Chemieerzeugnisse und zunehmend Landwirtschaft) getragen.

Das Wachstum 2013 wird auch davon abhängen, inwieweit die Regierung sich tatsächlich um wirtschaftspolitische Reformen bemüht. Viele Vorhaben, die seit 2010 in Angriff genommen wurden, sind noch immer nicht hinreichend implementiert. Auch bleibt die Konsolidierung der öffentlichen Finanzen eine Herausforderung.

Das Leistungsbilanzsaldo ist negativ und wird vom Zustrom ausländischer Direktinvestitionen (2012: 5,1 Mrd. US-Dollar) und Finanzmittel der Internationalen Finanzinstitutionen nur teilweise ausgeglichen. 2012 betrug das Zahlungsbilanzdefizit 9,2 Milliarden US-Dollar.

Ein IWF-Programm aus dem Jahr 2010 wurde im März 2011 wegen Verzögerungen bei der Implementierung der erforderlichen Maßnahmen ausgesetzt; im Dezember 2012 ist das Programm ausgelaufen.

Das Geschäfts- und Investitionsklima ist verbesserungswürdig. Problematisch sind v.a. das hohe Ausmaß an Korruption, langwierige Genehmigungsverfahren und verbreitete Rechtsunsicherheit.